Neue Vorgaben in der Bioabfallverordnung
Dieser Thematik hat sich nun auch der Gesetzgeber angenommen: Im Mai 2025 sind neue Vorgaben in Kraft getreten, die sich insbesondere an Aufbereiter und Gemischhersteller von Bioabfällen sowie an Bioabfallbehandler richten. Die Betreiber von Behandlungsanlagen müssen die Menge an Fremdstoffen im angelieferten Bioabfall prüfen, und bei Überschreitung der zugelassenen Obergrenze entfernen. Das ist nicht nur zeit- und kostenintensiv, sondern bindet auch Ressourcen. Häufig handelt es sich bei den Fremdstoffen um Kunststoffe, die mit verpackten Lebensmittelabfällen aus dem Handel und der Produktion oder aus privaten Haushalten stammen. Aber auch sogenannte „kompostierbare Plastiktüten“ oder „bioabbaubare“ Kunststoff-Kaffeekapseln finden sich häufig als Verunreinigung im Biomüll.
Mülltrennung privater Haushalte
Immer mehr Kommunen setzen nun auf moderne Sensortechnik, um falsch befüllte Biotonnen zu erkennen. Ob Kunststoff, Glas oder Metall – solche Fremdstoffe gehören nicht in den Biomüll.
Die Abfallbehörden der Länder kontrollieren die Einhaltung der örtlichen Satzungsregelungen – bei Verstoß droht eine Sanktionierung. Das bedeutet häufig, dass eine falsch befüllte Tonne vom Verursacher nachsortiert werden oder der Biomüll als Restabfall entsorgt werden muss. Welche Regeln im konkreten Fall gelten, legt die jeweilige Kommune fest.
Biomüll als wichtige Ressource
Bioabfälle machen rund 30 bis 40 Prozent der Siedlungsabfälle aus. Dennoch wird ein Großteil davon in der Restabfalltonne entsorgt. So gehen wertvolle Rohstoffe für eine hochwertige Verwertung verloren. Biomüll enthält darüber hinaus häufig sogenannte Fehlwürfe: Also Dinge, die nicht in die Biotonne gehören. Das verursacht hohe Folgekosten, wenn diese im Nachgang aussortiert werden müssen.
Verbraucherinnen und Verbraucher können also einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie ihre Bioabfälle korrekt sammeln und Fremdstoffe – explizit auch solche, die als „bioabbaubar“, „kompostierbar“ o.ä. ausgewiesen sind – getrennt entsorgen.
Fragen? innotec hilft weiter!
Je weniger Fremdstoffe in den Bioabfall gelangen, desto besser kann dieser weiter verwertet und zu hochwertigem Kompost verarbeitet werden. Eine korrekte Abfalltrennung ist ein wichtiger Beitrag zur Einsparung wertvoller Ressourcen und damit schädlicher Treibhausgasemissionen.
Wer unsicher ist oder noch Tipps zur Abfalltrennung benötigt, findet in den örtlichen Abfallsatzungen weitere Informationen. Darüber hinaus hilft unser innotec-Team vor Ort natürlich auch jederzeit mit Rat und Tat weiter.




